Kristallisation, umkristallisation und schmelzen der β‐modifikation des polypropylens

J. Varga, Gábor Garzó, Attila Ille

Research output: Contribution to journalArticle

38 Citations (Scopus)

Abstract

Die β‐Modifikation eines auf spezielle Weise pigmentierten und stabilisierten Polypropylen‐Typs wurde durch einen nicht isotherm geführten Kristallisationsprozeß in reiner Form dargestellt. Das Schmelzverhalten der β‐Modifikation ist stark von der thermischen Vorgeschichte — vor allem von der Rückkühltemperatur — abhängig (Memoryeffekt). Der Schmelzvorgang von Proben, die bis unterhalb eines kritischen Temperaturwertes (T R*) zurückgekühlt werden, wird von einer βα‐Umkristallisierung überlappt, wobei die Stärke der Überlappung von der während der Kristallisierung angewandten Kühlgeschwindigkeit, von der Schmelzgeschwindigkeit und von der Temperatur des Rückkühlens abhängt. An Proben, die bei der anisothermen Kristallisation bis zu einem Temperaturwert von TR ≥ 383 K zurückgekühlt werden, tritt keine βα‐Umkristallisierung auf, die β‐Modifikation schmilzt für sich allein. Während des Schmelzvorganges der β‐Modifikation kann eine innerhalb der β‐Modifikation ablaufende Umkristallisierung beobachtet werden. Das Temperaturintervall der βα‐und der ββ‐Umkristallisierung ist von den Versuchsbedingungen abhängig, so daß einmal der eine oder andere Prozeß überwiegt. In gewissen Fällen treten beide Umkristallisierungsvorgänge im Verlauf des Schmelzvorganges auf.

Original languageGerman
Pages (from-to)171-181
Number of pages11
JournalDie Angewandte Makromolekulare Chemie
Volume142
Issue number1
DOIs
Publication statusPublished - 1986

ASJC Scopus subject areas

  • Materials Science(all)

Cite this